IGOB – Interessengemeinschaft Ostbahn

Wer sind wir?

Die Interessengemeinschaft Ostbahn e.V. (IGOB) ist ein kommunal getragener Verein der Kommunen mit Bezug zur Bahnstrecke Berlin–Kostrzyn und Institutionen wie der IHK Berlin, IHK Ostbrandenburg, Regionale Planungsstelle Oderland-Spree, Euroregion Viadrina und dem Landkreis Märkisch-Oderland.

Was wollen wir?

Die IGOB wurde im Herbst 2020 neu gegründet, um eine nachhaltige Entwicklung und Zusammen­arbeit in der Region entlang der Ostbahn zu fördern und gute Beziehungen ins Nachbarland Polen zu pflegen. Ziel ist die Stärkung der Region als Siedlungs- und Wirtschafts­standort.

Was heißt das konkret?

  • Zweigleisiger Ausbau der Ostbahntrasse
  • Elektrifizierung der Strecke
  • Mindestens ein Halt pro Stunde an allen Stationen
  • Zusätzliches Zugpaar nach Mitternacht
  • Verbindung von Ostbahn (RB 26) und RE 1 über die "Seelower Kurve"
  • Abzweig nach Müncheberg-Stadt
  • Aufnahme der Ostbahn in den Bundesverkehrswegeplan
  • Einbindung der Ostbahn in das transeuropäische Verkehrsnetz (TEN-V)

Foto: S. Grieger

Seelower Erklärung

Bereits 2019 haben rund 60 Institutionen der Region die Seelower Erklärung zur Entwicklung der Ostbahn zwischen Berlin und Kostrzyn unterzeichnet. Sie trägt den Titel "Zurück in die Zukunft!" 

Unterwegs

Zwischenschritte

Fotos: Toralf Schiwietz

Am 4./5. September 2023 konnte die am Westufer zusammengebaute neue Brücke schließlich über die Oder in ihre Ziel­position geschoben werden. 

Neubau der Oderbrücke

Die über 100 Jahre alte Eisenbahn­brücke zwischen Küstrin-Kietz und Kostrzyn wird bis Ende 2022 durch einen modernen Neubau ersetzt. Dieser ist zweigleisig ausgelegt, obwohl im Oderland ein zweites Gleis noch fehlt. Zugleich kommen innovative Baustoffe zum Einsatz: Die Tragseile der 260 Meter langen Netzwerk­bogen­brücke sind aus Carbon gefertigt.

Foto: Matthias Lubisch

Foto: Peter Grenz

Die Grundstein­legung erfolgte am 17. November 2021 in Anwesenheit von Ministerpräsident Dietmar Woidke.

Nach im September 2022 gemeldeten Bau­verzögerungen soll die Brücke nunmehr im Jahr 2024 fertiggestellt sein. → Mehr zum Bauprojekt von der DB

Foto: Toralf Schiwietz

Batterieelektrische Züge mit verdichtetem Takt

Zwischen Berlin und Müncheberg wird die NEB ab Dezember 2024 neue batterie­elektrische Fahrzeuge einsetzen und damit nicht mehr nur jede Stunde, sondern im Halb­stunden­takt fahren. Die neuen Züge werden mit WLAN, Steckdosen und USB-Ladebuchsen ausgestattet sein.

Foto: Deutsche Bahn AG / Dominic Dupont

5. Deutsch-Polnischer Bahngipfel

Beim Treffen von Spitzenvertretern beider Länder im Februar 2023 bekräftigte Ministerpräsident Woidke gegenüber dem Bund, dass zweigleisiger Ausbau und Elektrifizierung der Ostbahn RB 26 schnellstmöglich umgesetzt werden müssen und dafür mehr Rückenwind von der Bundes­regierung erwartet wird. Er wies auf den Engpass bei der RE 1-Strecke und die Notwendigkeit hin, verlässliche Entlastungsstrecken zu schaffen. 

Infrastruktur­staatssekretär Genilke machte auf zahlreiche positive ökonomische, soziale und ökologische Effekte der Ertüchtigung der Ostbahn aufmerksam. "Jetzt ist der Bund gefragt", verlangte er, "diesem Vorhaben den entscheidenden Anschub zu geben."

Ostbahn im EU-Parlamentsfokus

Der Verkehrsausschuss des EU-Parlaments hat am 13. April 2023 Leitlinien zum Aufbau eines transeuropäischen Verkehrs­netzes beschlossen; die Ostbahn ist darin Teil einer europäischen Verkehrs­achse. Dies teilte Dr. Christian Ehler MdEP mit. Die Liste ist nun Verhandlungs­grundlage zwischen EU-Parlament und EU-Rat über die Finanzierung der Bahnverbindungen.

Foto: Melanie Wenger

Gutachten des VBB befürwortet den Ausbau in zwei Phasen

Die Ostbahn soll aus Sicht der Länder Berlin und Brandenburg und ihres Verkehrsverbunds VBB durchgehend zweigleisig, elektrifiziert und für 160 km/h ausgebaut werden. Eine dazu beauftragte Studie wurde am 6. November 2023 der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie unterstreicht, dass der Ausbau technisch machbar und verkehrlich sinnvoll ist

In einem Stufenplan wird vorgeschlagen, die Infrastruktur in zwei Phasen auszubauen: bis 2036 (wenn der nächste Verkehrs­vertrag in Kraft tritt) die Elektrifizierung mit drei zweigleisigen Begegnungs­abschnitten, im Anschluss dann den weiteren Ausbau bis zum Ziel­zustand. Die Kosten werden auf 1,2 bis 1,3 Mrd. Euro geschätzt. 

Teilprojekte

Entwicklungskorridor Ostbahn

Das Kabinett des Landes Brandenburg bestätigte Ende November 2022 den "Entwicklungskorridor Ostbahn" als wichtiges Schlüsselvorhaben im Rahmen der Regionalentwicklungsstrategie des Landes. 

Grenzüberschreitende Folgenabschätzung

Im Sommer 2023 legte die Gemeinsame Landes­planungs­abteilung Berlin-Brandenburg eine umfassende "Regions­bezogene Territoriale Folgen­abschätzung Ostbrandenburg-Westpolen am Beispiel grenz­überschreitender Schienen­verbindungen" in der Endfassung vor.

LEADER-Förderung

Die Regionen Oderland und Märkische Seen wurden im Dezember 2022 erneut für fünf Jahre als LEADER-Regionen bestätigt.

Herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit:

Partner

Ziel

Zeichnung: ÖIR GmbH

Prosperierender Raum

Die Ostbahn stärkt die regionale Wirtschafts­entwicklung. Sie schafft Arbeitsplätze entlang der Strecke ebenso, wie sie ein Wohnen mit guter Anbindung ermöglicht. Das ganz große Glück für alle Menschen: lebenswertes Wohnen und ortsnahes Arbeiten!

Fahrzeitverkürzung

Schnell nach Berlin oder Kostrzyn und von dort wieder nach Hause: Kurze Fahrzeiten und dichte Zugfolgen bedeuten bedarfs­gerechte und zugleich umwelt­freundliche Mobilität.

Stadt und Land zusammen

Das eine geht nicht ohne das andere. Die Ostbahn verzahnt die ländlichen Regionen mit den verdichteten Räumen um Berlin, aber auch um Gorzów Wielkopolski.

Schiene statt Straße

Die Ostbahn entlastet die Straßen vom Güterverkehr, zugleich bietet sie Berufs­pendlern eine bequeme Auto-Alternative.

Über die "Seelower Kurve" besteht eine Verbindung zwischen RE 1 und Ostbahn, das ermöglicht einen flexiblen, störungs­toleranten Betrieb beider wichtigen Bahnstrecken.